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Feature 13. April 2026 12 Min. Lesezeit

KI-gestützte Erkennung: Wie Incognify sensible Daten automatisch findet

Damit sensible Daten nicht ungeschützt in Cloud-KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini gelangen, müssen sie zuverlässig erkannt werden — auch dann, wenn sie in Fliesstext eingebettet, abgekürzt oder ungewöhnlich formuliert sind. Die KI-gestützte Erkennung ist das Herzstück von Incognify. Hier erfahren Sie, wie sie funktioniert und warum sie für den Datenschutz nach DSG, DSGVO und DSG AT entscheidend ist.

Was ist KI-gestützte Erkennung?

KI-gestützte Erkennung analysiert Texte auf kontextbezogene Entitäten — also Informationen, die eine Person identifizieren oder ihr zugeordnet werden können. Statt nach festen Mustern zu suchen, versteht die KI den Kontext: Sie erkennt, dass «Frau Meier» in einem Arztbrief eine Person bezeichnet, «Basel» eine Stadt ist und «CHF 12'500» einen Betrag darstellt, der im Zusammenhang mit einer Person stehen kann.

Kontextbasierte Erkennung funktioniert auch dann zuverlässig, wenn Daten unstrukturiert, abgekürzt oder in verschiedenen Sprachen vorliegen — ein entscheidender Vorteil gegenüber rein regelbasierten Ansätzen.

Welche sensiblen Daten erkennt Incognify?

Incognify erkennt automatisch alle gängigen Kategorien personenbezogener Daten nach DSG, DSGVO und DSG AT:

Vor- und Nachnamen
Adressen und Ortsnamen
E-Mail-Adressen
Telefonnummern
Geburtsdaten
Organisationen und Firmen
Finanzielle Informationen
Gesundheitsbezogene Angaben
Personalien und Identifikatoren
IP-Adressen und URLs

Warum Kontext der entscheidende Faktor ist

Betrachten Sie das Wort «Müller»: Im Satz «Herr Müller hat um 14 Uhr einen Termin» ist es ein Personenname. Im Satz «Der Müller am Marktplatz mahlt frisches Mehl» ist es ein Beruf. Einfache regelbasierte Systeme würden hier falsch liegen — die KI-gestützte Erkennung von Incognify versteht den Unterschied.

Das ist besonders wichtig bei mehrdeutigen Begriffen, internen Abkürzungen und Texten, die mehrere Sprachen mischen — wie es in der Schweizer Geschäftspraxis häufig vorkommt (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch).

Herausforderungen, die Incognify meistert:

Mehrsprachige Texte (DE/FR/IT/EN)
Abkürzungen und interne Kürzel
Verschachtelte Informationen (z.B. «Rechnung für K. Schneider, Basel»)
Informelle Schreibweise (z.B. «schreib mal der Petra Rüegg»)

DSG, DSGVO und DSG AT: Was das Gesetz verlangt

Alle drei Rechtsräume fordern, dass personenbezogene Daten vor der Weitergabe an Dritte — einschliesslich Cloud-KI-Dienste — angemessen geschützt werden:

Schweiz — DSG Art. 8: Verhältnismässigkeit: Es dürfen nur jene Daten bearbeitet werden, die für den jeweiligen Zweck nötig sind. Bussen bis CHF 250'000 gegen Einzelpersonen.
EU — DSGVO Art. 32: Angemessene technische Schutzmassnahmen sind Pflicht. Bussgelder bis EUR 20 Mio. oder 4 % des Jahresumsatzes.
Österreich — DSG AT § 6: Datensicherheit ist gesetzlich verankert; die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) überwacht die Einhaltung.

Fazit: Erst erkennen, dann schützen

Nur was erkannt wird, kann anonymisiert werden. Die KI-gestützte Erkennung von Incognify analysiert Texte auf alle relevanten Kategorien personenbezogener Daten — kontextbasiert, mehrsprachig und zuverlässig. So können Unternehmen in der Schweiz, Deutschland und Österreich Cloud-KI rechtskonform einsetzen, ohne auf Effizienz zu verzichten.

Schützen Sie Ihre Daten — bevor sie die Cloud erreichen.

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